Team & Baustelle

Arbeitszeitnachweis: Vorlage oder App?

Ein Arbeitszeitnachweis hält je Person und Tag Beginn, Ende, Pausen und Dauer der Arbeitszeit fest. Im Baugewerbe verlangt § 17 MiLoG grundsätzlich, Beginn, Ende und Dauer bis zum siebten Kalendertag nach dem Arbeitstag aufzuzeichnen und mindestens zwei Jahre aufzubewahren.

  • Stand 23.10.2026
  • 3 Min. Lesezeit
  • CraftOS Redaktion
  • Web-App
  • Mobile-App
Inhalt dieses Artikels
  1. Wie sieht ein Arbeitszeitnachweis aus?
  2. Welche Aufzeichnungspflichten gelten?
  3. Wann lohnt sich eine Papiervorlage?
  4. Wann lohnt sich eine App für den Arbeitszeitnachweis?
  5. So unterstützt CraftOS
  6. Schritt für Schritt in der Web-App

Ob Papierzettel oder App: Ein Arbeitszeitnachweis muss für jede Person und jeden Tag zeigen, wann gearbeitet wurde. Für Handwerksbetriebe kommt der Bezug zum Auftrag dazu, denn er entscheidet über Abrechnung und Nachkalkulation.

Wie sieht ein Arbeitszeitnachweis aus?

Ein Arbeitszeitnachweis ist eine Tabelle mit einer Zeile je Person und Arbeitstag: Datum, Name, Beginn, Ende, Pause und Arbeitszeit. Im Handwerk ergänzen Projekt und Tätigkeit den Nachweis für Abrechnung und Nachkalkulation.

Die folgende Tabelle können Sie als Vorlage übernehmen.

Datum Name Projekt Beginn Ende Pause Arbeitszeit Tätigkeit
13.10.2026 M. Krause Familie Weber, Bad 07:00 15:30 30 Min. 8,0 Std. Rohinstallation
14.10.2026 M. Krause Familie Weber, Bad 07:00 16:00 45 Min. 8,25 Std. Rohinstallation
14.10.2026 L. Öz Praxis Dr. Lang 07:30 12:00 – 4,5 Std. Wartung Heizung

Ergänzen Sie im Kopf Betrieb, Monat und die Unterschrift der verantwortlichen Person. Bewahren Sie die Nachweise geordnet nach Monat und Person auf.

Welche Aufzeichnungspflichten gelten?

Im Baugewerbe und für geringfügig Beschäftigte verlangt § 17 Absatz 1 MiLoG, Beginn, Ende und Dauer der täglichen Arbeitszeit bis zum Ablauf des siebten Kalendertags nach dem Arbeitstag aufzuzeichnen. Die Aufzeichnungen sind mindestens zwei Jahre aufzubewahren.

Grundlage Was aufgezeichnet wird Frist und Aufbewahrung
§ 17 MiLoG, u. a. Baugewerbe nach § 2a SchwarzArbG Beginn, Ende und Dauer der täglichen Arbeitszeit bis Ablauf des 7. Kalendertags nach dem Arbeitstag, mindestens 2 Jahre
§ 16 Absatz 2 ArbZG Arbeitszeit über die werktägliche Arbeitszeit nach § 3 Satz 1 ArbZG hinaus mindestens 2 Jahre
BAG, Beschluss vom 13.09.2022, 1 ABR 22/21 Beginn und Ende der täglichen Arbeitszeit nach § 3 Absatz 2 Nummer 1 ArbSchG –

Für einzelne Gruppen können Rechtsverordnungen die Pflichten nach § 17 MiLoG einschränken oder erweitern. Welche Regel für Ihren Betrieb gilt, lassen Sie im Einzelfall prüfen.

Wann lohnt sich eine Papiervorlage?

Eine Papiervorlage lohnt sich für sehr kleine Teams mit einer Baustelle, wenn jede Person ihre Zeiten täglich einträgt und das Büro sie wöchentlich prüft. Mit mehreren Baustellen wird das Zusammentragen und Auswerten aufwendig.

Wann lohnt sich eine App für den Arbeitszeitnachweis?

Sobald Zeiten mehreren Projekten zugeordnet, für Rechnungen genutzt oder an das Lohnbüro weitergegeben werden. Die App erfasst die Zeit dort, wo gearbeitet wird, und das Büro exportiert den Nachweis ohne Abtippen.

  • Zeiten entstehen am Arbeitstag, nicht am Monatsende.
  • Jede Zeit trägt den Projektbezug für Abrechnung und Nachkalkulation.
  • Der Export liefert den Nachweis für Lohnbüro und Steuerberater.

So unterstützt CraftOS

In der Mobile-App starten und stoppen Mitarbeitende die Arbeitszeit per Timer; die App ordnet sie dem Projekt zu. In der Web-App prüfen Sie die Zeiten unter „Zeiten“ und exportieren sie über „Export“ als „Lesbare Tabelle“ im „Format“ CSV oder „Excel (.xlsx)“.

Die „Spalten“ wählen Sie selbst, unter anderem „Datum“, „Mitarbeiter“, „Projekt“, „Stunden“ und „Arbeitsabschnitt“. Das Steuerberater-Paket enthält zusätzlich den „Zeiten-Nachweis (CSV)“. Mehr dazu unter Zeiterfassung und Zeiten prüfen und exportieren.

Schritt für Schritt in der Web-App

  1. Öffnen Sie „Zeiten“ und filtern Sie den gewünschten Zeitraum.
  2. Klicken Sie „Export“.
  3. Wählen Sie „Lesbare Tabelle“ und die benötigten „Spalten“.
  4. Wählen Sie unter „Format“ CSV oder „Excel (.xlsx)“ und klicken Sie „Exportieren“.

Häufige Fragen

Wie lange bewahren Sie Arbeitszeitnachweise auf?

Mindestens zwei Jahre. Das verlangen § 17 Absatz 1 MiLoG für die dort genannten Aufzeichnungen und § 16 Absatz 2 ArbZG für die Nachweise über Mehrarbeit.

Welche Spalten enthält der Zeitexport von CraftOS?

Unter anderem Datum, Mitarbeiter, Projekt, Von, Bis, Stunden und Arbeitsabschnitt. Welche Spalten der Export enthält, wählen Sie im Exportdialog selbst aus.

Wie kommen die Zeiten zum Steuerberater?

Über das Steuerberater-Paket. Es enthält neben DATEV-Buchungsstapel und Belegen einen Zeiten-Nachweis als CSV-Datei.

Was zeigt ein Arbeitszeitnachweis mit Projektbezug zusätzlich?

Er ordnet jede Arbeitszeit einem Projekt zu. So sehen Sie in der Nachkalkulation, wie viele Stunden ein Auftrag tatsächlich gebraucht hat.

Quellen

  1. § 17 MiLoG: Erstellen und Bereithalten von Dokumenten, geprüft am 23.10.2026
  2. § 2a SchwarzArbG: Wirtschaftsbereiche mit Mitführungspflicht, geprüft am 23.10.2026
  3. § 16 ArbZG: Aushang und Arbeitszeitnachweise, geprüft am 23.10.2026
  4. Bundesarbeitsgericht, Beschluss vom 13.09.2022, 1 ABR 22/21, geprüft am 23.10.2026

Passende Funktionen

Diese Funktionen setzen das Thema des Artikels in CraftOS um.

  • Zeiterfassung in der Mobile-App mit laufendem Timer und den Zeiteinträgen des Tages.Vereinfachte Darstellung mit Beispieldaten
    • Web-App
    • Mobile-App

    Zeiterfassung

    Arbeitszeit per Timer starten und stoppen, mit Standort erfassen und einem Projekt zuordnen.

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  • Steuerberater-Export der Web-App mit Zeitraum, Prüfung, Festschreiben und Übergabe im Kontenrahmen SKR03.Vereinfachte Darstellung mit Beispieldaten
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    Buchhaltung & DATEV

    Belege prüfen und Buchungsdaten samt Belegbezug für DATEV exportieren.

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